Teil 8 unserer Serie: Das 7-Gang DKG des Mercedes AMG GT R

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Da momentan die ersten Mercedes AMG GT R ausgeliefert werden, dachten wir, dass wir mal einen genaueren Blick auf die Technik des Sportwagens werfen. Das #BeastOfTheGreenHell hat nämlich einige interessante Technik-Highlights mit an Board.

Teil 8: Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

Noch rennstreckentauglicher: Das Doppelkupplungs-Getriebe

Auch das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in Transaxle-Anordnung an der Hinterachse haben die AMG Entwickler mit Eingriffen in die Hard- und Software gründlich überarbeitet und damit noch rennstreckentauglicher gemacht. Der erste Gang des AMG SPEEDSHIFT DCT 7-Gang Sportgetriebes ist länger übersetzt, der siebte Gang sowie der Endabtrieb sind kürzer übersetzt, um insgesamt ein noch agileres Beschleunigungserlebnis und sehr spontane Reaktionen auf schnelle Gaspedalbefehle zu ermöglichen.
Die bisherigen Grenzen der Schaltperformance und der Responsezeit wurden deutlich erweitert. Der Racestart ist jetzt noch beeindruckender, dank der erhöhten Startdrehzahl, der feinfühligeren Radschlupfregelung und der rennstrecken-tauglichen Sportreifen. Außerdem wurde die Getriebekühlung an die erhöhten Anforderungen im Rennbetrieb angepasst.

Video: Mercedes AMG GT R auf der Viertelmeile

Mithilfe des AMG DYNAMIC SELECT Controllers kann der Fahrer den AMG GT R individuell auf seine Wünsche einstellen. Zur Wahl stehen: „C“ (Comfort), „S“ (Sport), „S+“ (Sport Plus) und „I“ (Individual). Das Fahrprogramm „RACE“ passt die Schaltstrategie des Doppelkupplungsgetriebes optimal an die Bedürfnisse eines Rennstreckeneinsatzes an – kürzeste Schaltgeschwindigkeiten und hochemotionaler Motorsound inklusive. Per Druck auf den separaten „M“-Taster in der Mittelkonsole kann der Fahrer in jedem Fahrprogramm den manuellen Getriebemodus aktivieren.

Komfort und Agilität: Die dynamischen Motor- und Getriebelager

Dynamische Motor- und Getriebelager sind im AMG GT R ebenfalls serienmäßig installiert. Bei einer Transaxle-Bauweise übernehmen die Motor- und Getriebelager eine besonders wichtige Funktion: Weiche Lager verbessern den Komfort, da sie Geräusche und Schwingungen besser entkoppeln. Handling und Agilität profitieren hingegen von tendenziell steifer ausgelegten Lagern.

Mercedes AMG GT R (Foto: Mercedes)

Mercedes AMG GT R (Foto: Mercedes)

Mercedes-AMG löst diesen Zielkonflikt mithilfe von dynamischen Lagern, die ihre Steifigkeit stufenlos und in Sekundenbruchteilen an die jeweiligen Fahrbedingungen und das Fahrverhalten anpassen. Diese Aufgabe übernimmt eine spezielle Steuerelektronik. Sie erkennt Fahrsituationen anhand von CAN-Daten, ist mit dem elektronischen Hinterachs-Sperrdifferenzial vernetzt und sorgt somit für eine optimale, ausgewogene fahrdynamische Balance. Bei der Umsetzung dieser Technologie geht AMG noch einen Schritt weiter: Die Motor- und die Getriebelager werden sogar individuell zueinander angesteuert. Vorteil: Diese innovative Lösung verbessert die Fahrpräzision sowie die Querdynamik nochmals deutlich.

– Text & Fotos: Mercedes