ADAC Eifel Rallye Festival 2017 - Ein Festival aus sechs Jahrzehnten Rallyesport

Es war wieder ein echtes Festival des Rallye-Sports in der Vulkaneifel rund um Daun. Vom knatternden Wartburg über feuerspuckende Gruppe-B-Boliden bis hin zum aktuellen WRC, die gesamte Palette aus sechs Jahrzehnten Rallyesport fand sich in den 160 Fahrzeugen wieder. Beim ADAC Eifel Rallye Festival (20. – 22. Juli 2017) konnte man sogar wählen, entweder man schlenderte durch die Rallyemeile und schaute sich die Boliden in aller Ruhe an oder man fuhr an eine der Wertungsprüfungen und hatte neben dem optischen Genuss der überwiegend quertreibenden Fahrzeuge auch noch den unterschiedlichen Sound aus sechs Jahrzehnten im Ohr.ZehntausendeFans bekamen aber weit mehr geboten. Schon der Welcome-Abend am Donnerstagabend mit dem Open-Air-Rallye-Kino erweckte in beeindruckender Weise das Festival-Motto zum Leben. Die Highlights jeder Dekade wurden mit spektakulären bewegten und bewegenden Bildern des österreichischen Kult-Filmers Helmut Deimel präsentiert.

Harald Demuth im Fricker Mercedes 190E (Foto: Jürgen Hahn)

Harald Demuth im Fricker Mercedes 190E (Foto: Jürgen Hahn)

Sieger auch ohne Bestzeiten

Strahlende Gesichter gab es beim großen Finale zur Rallye-Party am Samstagabend.

Der Preis für das beste Original-Auto ging an den Toyota 222D von Ernst Kopp. Der Gruppe-S-Testwagen wurde seit 1986 erstmals wieder bewegt und feierte seine Premiere in der Öffentlichkeit. Als bester Nachbau wurde der BMW 2002 aus 1972 von Wolfgang Schröder und Detlef May ausgezeichnet. Der Spezialpreis für besondere Leistungen wurde an die Briten Dave Kedward und Felix Wiseman vergeben. Auf der proWIN-Prüfung durch Sarmersbach bei Nacht glühte der Turbo seines Peugeot 205 T16 E2 derart hell, dass er wie ein ‚Feuerball‘ durch die Nacht eilte. Als Sideways Star, der ‚quertreibenste‘ Vorauswagen, wurden Michael Rausch und Marcel Stauch in ihrem Opel Ascona B 16V geehrt. „Es macht mir riesigen Spaß, die Leute zu begeistern“, strahlte der Nordhesse. Besonders strahlende Gesichter gab es bei den Belgiern Oliver und Marc Hermans.

Das Starterfeld des Eifel Rallye Festivals 2017 (Foto: Jürgen Hahn)

Das Starterfeld des Eifel Rallye Festivals 2017 (Foto: Jürgen Hahn)

Von den anwesenden Rallye-Stars wurde ihr Trabant P800 RS ausgewählt und erhielt den Preis für die „Champion’s Choice“. Als Höhepunkt des Abends folgte die Vergabe des „Rallying Ambassador“. Für seine Siege in sechs Jahrzehnten Rallyesport ging diese Auszeichnung an Stig Blomqvist. „Ich hatte jede Menge Spaß an diesem Wochenende und viel zu tun, ich durfte drei verschiedene Autos fahren. Das habe ich regelrecht genossen“, ein wahrer Redeschwall für den bekannt wortkargen Schweden. Zu Blomqvists Reaktion auf die Auszeichnung sagte ein Insider schmunzelnd: „Im Rahmen seiner Möglichkeiten war Stig sichtlich gerührt.“

Youtube-Playlist: Eifel Rallye Festival 2017

Fotos: Eifel Rallye Festival 2017