Laut Zak Brown wäre ein LMP1-Programm von McLaren denkbar, wenn das Reglement geändert würde.

Der britische Autohersteller checkt derzeit alle Optionen für einen Einstieg in die FIA WEC oder in die IMSA. Während in der IMSA durch das DPi Reglement (kostengünstige Prototypen mit markenabhängigem Aeropaket) derzeit schon ein paar Hersteller vertreten sind, sieht es in der FIA WEC gerade sehr schlecht aus: Das teure Hybrid-Reglement ist technisch anspruchsvoll und faszinierend, hat aber mit den hohen Kosten, die die Entwicklung verursacht, dafür gesorgt, dass 2018 nur Toyota als Werksteam in der LMP1 antritt.

Ein paar private LMP1 Autos könnten zwar in der Zukunft dort mitmischen, aber werksseitig dürfte in den nächsten Jahren nichts passieren, wenn das Reglement nicht geändert wird.

Zak Brown würde gerne ein neues Reglement sehen, welches es Privatteams erlaubt, günstige Autos von den Herstellern zu kaufen, sodass diese auf Niveau der Werksmannschaften auch um Siege kämpfen können. Er erinnert sich dabei ein die glorreiche Zeit von Porsche 956 und 962.
Wenn eine Saison in der LMP1 (mit Hybrid) nur noch ca. 22 Millionen Euro kosten würde, könnte sich Brown vorstellen mit McLaren in die Königsklasse der Sportwagenwelt zurück zu kehren, wo der britische Hersteller bereits 1995 den Le Mans-Gesamtsieg mit dem F1 GTR holte.

Zwei McLaren F1 GTR 1995 in Le Mans (Foto: McLaren)

Zwei McLaren F1 GTR 1995 in Le Mans (Foto: McLaren)

Seiner Meinung nach sollte die WEC das DPi-Reglement übernehmen oder zumindest die Idee aufgreifen und auf internationaler Ebene umsetzen.

Mit dieser Meinung ist er sicherlich nicht alleine. Ich denke der ein oder andere Hersteller und auch Privatteams wie Joest Racing (die jetzt einen Mazda-DPi in der IMSA einsetzen) könnte sich vorstellen in Le Mans anzutreten, wenn die Kosten deutlich sinken.

– Titelfoto: HugoSilva Designs