GT, GT S, GT4, GT3 ... wer soll da noch den Überblick behalten?

Die Modellfamilie rund um den Mercedes AMG GT wächst. Nach GT und GT S, folgte die Rennversion GT3, später der GT R und nun wurde der GT4 als seriennaher Rennwagen in der VLN seiner Feuertaufe in der Grünen Hölle unterzogen. Ganz nebenbei gibt es noch ein paar Cabrio-Verianten und Jubiläums-Editionen, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte.
Da mich interessiert hat, wie sich der GT4 und GT3 nun genau unterscheiden, dachte ich, dass ich mal einen ganz großen Vergleich zwischen den verschiedenen Versionen mache.

AMG GT4 und AMG GT3 waren beim vergangenen VLN Lauf bereits gemeinsam auf der Nordschleife unterwegs.

Motor

Los geht’s mit den Motoren. In den Serienmodellen AMG GT, GT S und dem GT R kommt ein V8-Biturbo mit 4,0 Litern Hubraum* zum Einsatz, der zwischen 462 und 585 PS leistet. Da der AMG GT4 laut FIA auch ein recht seriennahes Modell sein soll, kommt auch hier dieser Motor zum Einsatz. Die Leistung wird durch das Reglement begrenzt.
Eine Ausnahme in Sachen Motor macht der AMG GT3. Dieser hat einen guten alten V8-Sauger mit 6,2 Litern Hubraum unter der Haube. Hat aber mit den Serienmodell auch nicht mehr gar so viel gemeinsam.

Leistung & Drehmoment
Einige werden sich jetzt wahrscheinlich wundern, warum die „ach so tollen Rennwagen“ teilweise weniger Leistung haben, als die Serienmodelle. Die ist bedingt durch das Reglement vorgegeben und wahrscheinlich auch besser so. Denn durch das geringere Gewicht und die ausgefeilte Aerodynamik sind die Rennwagen am Ende doch die schnelleren.

* Mehr zu Mercedes‘ AMG-Triebwerken erfahrt ihr hier.

Kraftübertragung

Bei der Kraftübertragung vom Motor an die Hinterräder unterscheiden sich die Straßenmodelle nicht. In allen kommt ein 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe zum Einsatz, welches Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung erlaubt.
Ausnahme sind hier die Rennversionen: Hier wird mit einem sequentiellen Getriebe mit 6 Gängen geschaltet.

Mercedes AMG GT, GT R und GT3 (Fotos: Mercedes)

Mercedes AMG GT, GT R und GT3 (Fotos: Mercedes)

Gewicht

Bei den Vergleichskategorien Gewicht und Leistungsgewicht spielen die Rennfahrzeuge ihre Stärke aus. Während die Serienmodelle 1555 Kilogramm und mehr auf die Waage drücken, sind GT3 und GT4 wahre Leichtgewichte. Deren Gewicht wird allerdings auch hauptsächlich durch das Reglement bestimmt.

Preis

Zum Schluss das Unangenehme an der ganzen Sache: Der Preis. Hier gilt es zu beachten, dass die laufenden Kosten bei den Rennwagen und besonders beim GT3 sehr hoch sein dürften und keinen Vergleich zu den Serienmodellen darstellen.

P.S.: Dies ist übrigens die überarbeitete/erweiterte Version von Mercedes AMG GT, GT S, GT R & GT3 im Vergleich