Ein Blick auf die Saisonvorbereitungen der Werksteams aus der Rallye-Weltmeisterschaft.

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Die Rallye Monte Carlo (24.-27. Januar) ist gar nicht mehr so weit entfernt und dementsprechend ist es kaum verwunderlich, dass die Werksteams fleißig am Entwickeln und Testen sind. Ich habe euch ein paar Videos und Details gesammelt.

Citroën

Bei Citroën will man endlich zu alter Form zurück finden. Weltmeister Sébastien Ogier wurde neu verpflichtet. Außerdem wird Esapekka Lappi von Toyota zu den Franzosen wechseln. Nach dem Absprung von Sponsor Abu Dhabi hat man allerdings kein Geld für ein drittes Auto für Sebastien Loeb, der dieses Jahr im Citroën C3 WRC noch die Rallye Spanien gewinnen konnte. Für Mads Östberg sieht es deswegen auch schlecht aus.

Ogier hat bereits die Freigabe von seinem alten Arbeitgeber Ford und konnte den C3 WRC bereits testen. Dabei stand offenbar besonders die Weiterentwicklung der Aerodynamik und des Fahrwerks im Vordergrund. Wie wrcwings.com schreibt, wurden diverse neue Heckflügel an unterschiedlichen Positionen getestet.

M Sport Ford

Weltmeister Sébastien Ogier hat Ford bzw. M Sport bekanntlich Richtung Citroën verlassen. Die Testarbeit leistet deswegen Teemu Suninen. Wer seine Teamkollegen werden, steht derzeit noch nicht fest. Von den bekannten Fahrern stehen noch Breen, Paddon und Evans ohne Cockpit da.

Auffälligste Änderung am Ford Fiesta WRC der Generation 2019: Neue und vergrößerte Seitenkästen im Stil des Toyota Yaris WRC sowie ein größerer Diffusor. Die Entwicklung zeichnete sich schon im Sommer und bei der Monza Rally Show ab.


Allerdings wurden die Seitenkästen nochmals optimiert und wurden unten etwas schmaler.
Fotos vom Ford Fiesta WRC Test: Julien Prioux Photographe

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Hyundai

Der größere Hammer neben dem Auto ist bei Hyundai momentan die Verpflichtung von Sebastien Loeb. Die lebende Rallye-Legende hat Citroën bzw. den PSA-Konzern nach fast 20 Jahren verlassen, nachdem man ihm weder in WRX noch in der WRC ein Cockpit anbieten konnte. Er wird zusammen mit Daniel Elena 2019 insgesamt sechs WM-Rallyes bestreiten. Seine letzte volle Saison war 2012.
Außerdem werden Thierry Neuville und Andreas Mikkelsen jeweils die volle Saison bestreiten. Dani Sordo wird acht Rallyes fahren. Nach mehreren knapp verpassten Titeln sollte 2019 bei den Koreanern mindestens ein Weltmeisterschaftstitel drin sein.

Vor ein paar Tagen testeten Dani Sordo und Andreas Mikkelsen den Entwicklungsträger von Hyundai Motorsport. Optisch fallen mir da zunächst keine großartigen Änderungen auf.

Interessanter Gedanke: Könnten die Hyundai i20 WRC angesichts mehrerer Fahrer aus dem Red Bull Kader in den Farben des Österreicher Energy-Giganten fahren?

Toyota


Der Toyota Yaris WRC besitzt bereits die extremsten Aerodynamik-Anbauteile unter den World Rally Cars. Dementsprechend fielen die Veränderungen bei den Testfahrten relativ gering aus. Lediglich an den hinteren Seitenkästen wurde die Anzahl der Louvres verringert. Ott Tänak führte die Testfahrten durch.
Seine Teamkollegen werden 2019 Jari-Matti Latvala und neuerdings Kris Meeke heißen.

2019 wird spannend!

Ich bin wirklich sehr gespannt, was uns die WRC-Saison 2019 bringt. Zum einen dürfte es interessant werden, ob es Sebastien Ogier schafft, die Citroen Mannschaft zurück zur alten Form zu führen. Zudem dürfte das Duell mit Landsmann Sebastien Loeb spannend werden, auch wenn dieser nicht die komplette WM fährt. Außerdem kann Kris Meeke zeigen, ob der Citroen in den letzten Jahren wirklich so schlecht war und was in ihm als Fahrer steckt. Sein neuer Dienstwagen ist kein schlechtes Auto.
Die Saison 2018 zeigte vor allem, wie eng es momentan in der Weltmeisterschaft zugeht. Hoffentlich geht es in der neuen Saison gleich so weiter. Ich drücke vor allem Thierry Neuville und der Hyundai Truppe die Daumen, dass die Arbeit der letzten Jahre ihre Früchte trägt. Gegen große Erfolge von Tommi Mäkinens Toyota-Team hätte ich allerdings auch nichts.