Fernando Alonso ist einfach zu schnell für den Antrieb seines McLaren-Honda.

Dass das McLaren Formel 1 Team in den letzten Jahren große Probleme mit dem Hondy-Hybridantrieb hat ist nichts neues. Dass Alonso damit alles andere als zufrieden ist, hat auch schon jeder Formel 1-Fan mitbekommen.

Beim Qualifying zum diesjährigen Grand Prix in Belgien (Spa-Francorchamps) wurde allerdings laut motorsport.com ein neues Problem mit dem Antrieb bekannt, das damit zusammenhängt, wie schnell bzw. hart am Limit Alonso fährt.

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Gemeinfrei, Link

Ort des Geschehens ist die Kurve Pouhon des Circuit Spa-Francorchamps. Diese fuhr Alonso in den Trainingssessions zunächst nicht „voll“ – d. h. dass er vorher bremste oder zumindest kurz vom Gas ging. In Q2 allerdings wurde Alonso mutiger und fuhr ohne zu lupfen durch die Kurve, die damit für das Steuergerät zur Gerade wurde.

Was nicht nur für den Körper des Piloten mehr Belastung bedeutet, brachte auch den Algorithmus, der die Energie des Hybridsystems im Steuergerät freigibt, an seine Grenzen. Dieser war durch Alonsos Vollgas-Kurvenfahrt verwirrt und registrierte die Kurve nicht als solche. Die Folge: Auf der anschließenden Geraden musste Alonso auf die 160 PS des zusätzlichen Elektromotors verzichten, was ihn laut eigenen Aussagen mehr als 0,5 Sekunden und damit auch den Einzug in das Q3 kostete.

Laut Honda ermittelt die Software des Steuergeräts über die Gaspedalstellung die Position des Autos auf der Strecke. Komischerweise scheint weder GPS oder ein anderes Positionssystemen zum Einsatz zu kommen, um solche Fehler zu vermeiden.

Es ist schon eine komische Zeit, in der Fahrer weniger Leistung haben, weil das Fahrzeug selbst nicht weiß wo es ist und deswegen nicht die volle Power zur Verfügung stellt…