Nissan hat ein Video veröffentlicht, dass die Aerodynamik des Nissan GT-R LM NISMO erklärt.

Im Gegensatz zu den anderen Le Mans Prototypen setzt Nissan ja bekanntlich auf ein sehr frontlastiges Konzept.

Am Heck sind die Auslässe der großen Lufttunnel gut zu erkennen (Foto: Nissan)

Am Heck sind die Auslässe der großen Lufttunnel gut zu erkennen (Foto: Nissan)

65% des Gewichts und ebenso 65% der Downforce liegen auf der Vorderachse, die (bis jetzt) auch die einzige angetriebene Achse ist. Durch zwei Tunnel im Auto, durch die die Luft von der Front, am Cockpit vorbei aus dem Heck heraus leiten will Nissan extrem viel Anpressdruck erzeugen. Möglich ist dies deswegen, weil das Reglement zwar die Aerodynamik am Heck stark einschränkt, aber an der Front viele Freiheiten lässt.
Die Konkurrenz dagegen muss die Luft, die an der Front genutzt wird, auch dort wieder aus dem Auto heraus leiten, da durch Motor und Kühlung kein Platz für große Lufttunnel ist.

Ab 241 km/h kann der Rennwagen an der Decke fahren!

Die gesamte Aerodynamik ist so ausgefeilt, dass ab 150 mph (ca 241 km/h) der Anpressdruck größer ist als das Gewicht des Fahrzeugs. Somit könnte der Nissan GT-R LM NISMO rein theoretisch sogar an der Decke fahren.

Nissan muss nach den Problemen mit dem Hybrid-System alles auf die Aerodynamik setzten und hoffen, dass die Wagen durch das ausgefeilte Konzept auf den langen Geraden von Le Mans durch geringeren Luftwiderstand höhere Geschwindigkeiten als die Konkurrenz erreichen können.

Geht’s noch radikaler? Nissan ohne Heckflügel?

Gerüchten zufolge könnte Nissan sogar versuchen ohne Heckflügel zu fahren, da der Anpressdruck auch so schon für das Auto reicht. Allerdings soll es dann Probleme beim Bremsen geben, da das Heck zu leicht ist (nur 35% des Gesamtgewichts drücken auf die Hinterräder).