Eindrücke von unserem ersten Besuch eines Formel 1 Grand Prix - Vettel-Fieber am Hockenheimring.

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Sonntag: It’s Raceday!

In der Erinnerung geraten die Rennen zum Porsche Supercup und der Formel 4 sowie Boss GP schnell in Vergessenheit, wenn man sich die Ereignisse dieses Grand Prix in Erinnerung ruft. Doch der Reihe nach:

Formel 4 und Porsche Supercup boten schon mal eine gute (und im Fall der Porsche auch hörbare) Unterhaltung, aber eigentlich hatten wir nur noch die Formel 1 im Kopf. Den Fahrern von Molitor Racing haben wir selbstverständlich die Daumen gedrückt.

Um die Mittagszeit fuhren noch ein paar Sportwagen ihre Hotlaps und Bernd Mayländer im Mercedes AMG GT R Safetycar drehte noch ein paar Runden. Einige davon sogar ziemlich schnell und quer! Danach folgte die Fahrerparade in gemächlicherem Tempo.

Fahrerparade - Formula 1 Grand Prix Deutschland 2018 (Foto: Felix Eichler)

Fahrerparade – Formula 1 Grand Prix Deutschland 2018 (Foto: Felix Eichler)

Kurz vor der Einführungsrunde war die Spannung in der Luft förmlich zu spüren. Die Choreografie tauchte die Tribünen in schwarze, rote und goldene Farbe und während Mandy Capristo die Hymne trällerte, gingen uns viele Sachen durch den Kopf.

Formula 1 Grand Prix Deutschland 2018

Formula 1 Grand Prix Deutschland 2018

Wie würden wir den Start erleben? Würde alles glatt gehen und würde Vettel gut weg kommen? Um 15:10 Uhr ging es bei strahlendem Sonnenschein endlich los.

Highlights, wie Charles Leclercs Three-Sixty bekamen wir Dank der großen Leinwände auch mit.

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Was ich ehrlich gesagt überhaupt nicht so erwartet hatte, war dieser Enthusiasmus, mit dem Sebastian Vettel und teilweise auch Nico Hülkenberg angefeuert wurden. Nach jeder Runde wurden die Jubelschreie zwar etwas ruhiger, aber dennoch hatten wir beim Start und während der ersten Runden Gänsehaut.

Sebastian Vettel - Formula 1 Grand Prix Deutschland 2018

Sebastian Vettel – Formula 1 Grand Prix Deutschland 2018

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Erst bei Vettels Ausfall im Motodrom wurde es dann ganz ruhig. Als wir das rote Auto auf der Leinwand sahen, hatten wir erst noch gehofft, dass es vielleicht ’nur‘ Kimi Räikkönen erwischt hätte, aber leider war es Vettel, der in den Reifenstapeln geparkt hatte.

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Übrigens geht so ein Rennen viel schneller vorüber, wenn man selbst live vor Ort ist. Wir konnten während des Wetterumschwungs gut beobachten, wie die Teams hektisch die Boxenstopps durchzogen und die Fahrer mit völlig verschiedenen Taktiken unterwegs waren. Max Verstappen blieb uns dabei in besonderer Erinnerung, weil er in den denkbar unpassendsten Momenten auf Regen- und wieder auf Trockenreifen wechselte.

Hier die offiziellen Highlights im Video.

Während der letzten Runden überlegten wir schon: Sofort abhauen, oder noch die Siegerehrung mitnehmen? Im Fall eines Vettel-Siegs hätten wir uns die Frage erst gar nicht gestellt, aber so?
Weil die Ausgänge der Tribünen eh schon komplett verstopft waren, haben wir dann entschieden, dass wir die Gelegenheit nutzen und auch zur Siegerehrung auf die Strecke gehen. Kaum auf der Strecke, haben wir noch ein Selfie bei einigermaßenem Sonnenschein gemacht.

Pflicht-Selfie nach dem Zieleinlauf - Formula 1 Grand Prix Deutschland 2018

Pflicht-Selfie nach dem Zieleinlauf – Formula 1 Grand Prix Deutschland 2018

200 Meter und ein paar Minuten später waren wir im wahrsten Sinne des Wortes nass bis auf die Unterhose, weil der Himmel endgültig seine Pforten geöffnet hatte.

Siegerehrung - Formula 1 Grand Prix Deutschland 2018

Siegerehrung – Formula 1 Grand Prix Deutschland 2018

Von der Siegerehrung haben wir deshalb auch kaum etwas mitbekommen. Allerdings kann ich mich noch daran erinnern, wie Lewis Hamilton nochmal unten an die Boxenmauer kam um sich nochmal feiern zu lassen. Nass waren ja eh schon alle.

Nach der Siegerehrung sind wir dann auch schließlich aufgebrochen. Hätten wir mal lieber unsere Schwimmflügel mitgenommen…

30 Minuten später am Auto hätten wir uns dann gar nicht so schnell umziehen müssen. Die Straßen in und um Hockenheim waren nämlich so verstopft, dass wir alleine drei Stunden gebraucht haben um überhaupt aus dem Ort heraus zu kommen.