Tag zwei in Zandvoort. Heute ging es schon früh auf die Rennstrecke!

Gegen halb 1 nachts war für mich der erste Tag, nachdem der Bericht veröffentlicht war, vorbei. Tag 2 ging dann schon recht früh los, denn um kurz vor 7 klingelte mein Wecker.
Nachdem wir uns am Frühstücksbuffet gestärkt hatten und mit Kaffee die Müdigkeit besiegt hatten, habe ich ausgecheckt und bin rüber zur Rennstrecke gefahren, die gerade einmal einen Kilometer vom Hotel entfernt war.

Da unser Event im Rahmen eines öffentlichen Trackdays stattfand, waren auch allerhand professionelle Fahrer und Fahrzeuge in den anderen Boxen untergebracht. Als erstes fielen mir zwei Porsche 991 GT3 Cup auf – einen davon pilotierte sogar der Profi Jaap van Lagen. Seid ihr schon mal von so einem Profi überholt worden? Ich jetzt schon ?

Nachdem alle 20 Teilnehmer vom Hotel in unsere Box gefunden hatten, gab es zunächst noch eine kurze Einweisung, jeder hat Helm und Sturmhaube bekommen und wir wurden auf die vier zur Verfügung stehenden Toyota GT86 aufgeteilt. Der fünfte GT86 ist übrigens eins der ersten Facelift-Modelle in Europa!
Glücklicherweise bekam ich einen GT86 mit manueller Schaltung zugeteilt. Automatik möchte ich auf der Rennstrecke bei so einem Auto nicht unbedingt haben.

Das Faclift-Modell des GT86 bei den Toyota Racing Days Zandvoort 2016

Das Faclift-Modell des GT86 bei den Toyota Racing Days Zandvoort 2016

Danach nahm in jedem Auto ein Instruktor Platz um nach und nach mit jedem zwei Runden über die Strecke zu fahren. Zunächst sollen wir uns natürlich erstmal Streckenverlauf und markante Stellen einprägen.

Ein paar Minuten später standen dann meine ersten Runden hinter dem Steuer an. Vor jeder Fahrt mussten wir übrigens unseren persönlichen USB-Stick einstecken, damit das Kamerasystem im Auto für jeden ein persönliches Onboard-Video aufzeichnen konnte.

Die ersten Runden hinter dem Steuer

Gegen 10 Uhr durfte ich, mit meinem Instruktor an der Seite, 4 Runden drehen. Da die Strecke nass war und es weiter nieselte war ich natürlich erstmal recht langsam unterwegs und überrascht, wie glatt es auf dem nass gewordenen Gummiabrieb war. Glücklicherweise war noch nicht so viel auf der Strecke los.
Und glaubt mir mal: im Auto ist das alles viel schneller, als es auf dem Video aussieht ?
Bestzeit: 2:58:88 min

Im Trockenen geht’s schon schneller

Als ich mit meinen nächsten Turn dran war, war die Ideallinie glücklicherweise gerade trocken bis auf ein paar Stellen. Da fielen die Rundenzeiten und es machte wesentlich mehr Spaß.
Bestzeit: 2:29:14 min

Um die Mittagszeit gab es dann noch ein nettes Buffet vom Caterer. Genau das Richtige, wenn man nach dem Fahren merkt, wie wenig man eigentlich bisher gegessen und getrunken hat.
Danach folgten ein paar Rotphasen, da sich zahlreiche Teilnehmer im zunehmenden Regen von der Strecke drehten. Schlimmere Zwischenfälle blieben zum Glück aus.

Zum Abschluss noch ein paar Runden bei Regen

Eigentlich waren zum Abschluss noch ein paar Runden bei Renntempo auf dem Beifahrersitz vorgesehen. Da es aber ständig geregnet hat, durfte ich selber nochmal für 4 Runden hinters Steuer ?
Bestzeit: 3:01:88 min

Schön fand ich vor allem, dass mein Instruktor mich nach und nach auch ermutigt hat an manchen Ecken ruhig noch etwas schneller zu fahren. Kurve 6 ging dann letzten Endes nämlich doch „voll“ ohne zu lupfen oder sogar zu bremsen.

Gegen 15 Uhr habe ich dann bei strömendem Regen die Heimreise angetreten. 500 Kilometer lagen vor mir und ich war froh, als ich an der deutschen Grenze endlich Gas geben konnte.

Vielen Dank an alle Organisatoren und Instruktoren für das coole Event! Beim nächsten Gewinnspiel versuche ich auf jeden Fall wieder dabei zu sein.

Galerie: Toyota Racing Days Zandvoort 2016