2019 911 GT3 R, der neue Cayman GT4 Clubsport und dieser eigenartige 911 GT2 RS Prototyp wurden in Monza getestet.

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Eigentlich bin ich ja etwas spät dran. Gerade erst aus dem Urlaub zurück gekommen, schreibe ich vielleicht ein paar Tage zu spät über die neuen Porsche-Modelle, die die Weissacher im italienischen Monza getestet haben. Trotzdem möchte ich euch diese Videos und Informationen nicht vorenthalten.

2019 Porsche 991.2 GT3 R

Bereits für 2018 hat Porsche den aktuellen Porsche 911 GT3 R leicht überarbeitet. Nächstes Jahr dürfte das neue Modell der Generation 991.2 debütieren, welches nicht nur die neuen Designelemente des neuen Straßenmodells (Lichter und Schürzen) übernimmt, sondern auch technisch überarbeitet wurde, um im harten Konkurrenzkampf der GT3 zu bestehen.
So ist unter anderem die Luftführung durch die Kühler an der Front verändert worden und der Luftauslass vor der Windschutscheibe ist nochmal deutlich gewachsen. Zudem wurde das Heck angepasst und auch der Diffusor ist neu. Im Gegensatz zu den Heckflügeln von Cayman GT4 und 911 RSR (siehe unten) wird dieser beim 911 GT3 R weiterhin ganz klassisch auf zwei Streben stehend montiert. Im Heck findet man weiterhin einen Saugermotor.

Das Fahrzeug wird wahrscheinlich im Rahmen des 24h-Rennens am Nürburgring offiziell präsentiert werden.

2019 Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport

Die zweite Generation des Cayman GT4 Clubsport steht in den Startlöchern und es wurden gleich zwei Autos in Monza getestet.
Wähernd das Fahrzeug äußerlich auf die Designsprache des kommenden Cayman GT4 angepasst wird, der Heckflügel von nun an an sogenannten Schwanenhälsen aufgehangen ist und der Diffusor gewachsen ist, hat sich auch unter der Haube etwas verändert. In Zukunft dürfte ein PDK-Getriebe die Kraft an die Hinterräder übertragen.
Der Mittelmotor, der seine Abgase durch zwei einzelne Endrohre an den Seiten des Diffusors ins Freie entlässt, klingt allerdings nicht nach dem klassischen Porsche-Boxer und scheint auch nicht so hoch zu drehen. Könnte es sich um das aufgeladene Triebwerk aus den aktuellen 911 Carrera oder einen anderen Turbomotor aus dem Porsche-Regal handeln?

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2018 Porsche 991.2 RSR

Auch die GTE-Variante des 911ers wurde für die Supersaison der WEC in Monza nochmals getestet. Der Boxermotor mit 4.0 Litern Hubraum dürfte einer der lautesten seiner Art sein 😊

Porsche 991 GT2 Cup?!

Zum Schluss das Fahrzeug mit dem größten Fragezeichen: Was genau ist das überhaupt für eine Kiste? Bereits Ende vergangenen Jahres sorgte ein Prototyp auf Basis des aktuellen 991.2 GT2 RS mit Anbauteilen der Cup-Modelle für viel Aufsehen. Bei Porsches Testtagen in Monza wurde offenbar die nächste Ausbaustufe dieses Erlkönigs auf die Strecke gelassen.
Die Endrohre wanderten, wie bei den GT3 Cup/GT3 R-Varianten von den Seiten in die Mitte und der Heckflügel hat andere Endplatten verpasst bekommen. Außerdem scheinen die zwei Lufteinlässe auf der vorderen Haube gewachsen zu sein und der mittige Luftauslass ist verschwunden.

Rätselhaft ist immer noch, zu welchem Zweck dieser Prototyp genau dient. Dazu gibt es mehrere Theorien:
1. 911 GT2 RSR – Die Hardcore-Version: Denkbar ist, dass Porsche analog zu Modellen wie Ferrari FXX oder McLaren P1 GTR eine Track only Version des aktuellen 911 GT2 RS entwickelt, der dann nur ausgesuchten Kunden zur Verfügung steht und weder Straßenzulassung noch Rennsport-Homologation erhält.
2. Turbomotor für den Motorsport: Vielleicht wird im Heck dieses Fahrzeugs auch schon der Turbomotor für die kommenden Generationen von Porsche 911 GT3 R und 911 RSR getestet. Da die GT3-Serienmodelle in Zukunft wahrscheinlich mit Turbomotoren fahren werden, werden früher oder später auch die Motorsport-Modelle zwangsbeatmet werden.
3. 911 GT2 Cup: Eventuell plant Porsche einen neuen Markenpokal auf Basis des GT2. Allerdings halte ich dieses Gerücht eher für unwahrscheinlich. Immerhin gibt es ja schon den Porsche Carrera- bzw Supercup.

Nachtrag: Viele Detailreiche Fotos vom Test findet ihr auf gt-report.com