Was hat es eigentlich mit diesem Wagen auf sich? Ein genauerer Blick auf den Lexus IS F CCS-R von Ring Racing.

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Die Marke Lexus interessiert mich ja schon eine ganze Weile und da ist es klar, dass mir die Lexus IS F CCS-R von Ring Racing schon öfters aufgefallen sind. Anfang Oktober hatte ich sogar die Möglichkeit mal in einem dieser reinrassigen Rennwagen mit zu fahren. Allerdings „nur“ auf dem Flugplatz Mönchengladbach im Rahmen des Cars & Coffee Events (Video hier). Nun hab ich die Langeweile über die Winterpause etwas genutzt, um mich mal etwas genauer über dieses Fahrzeug zu informieren.

Der Lexus IS F CCS-R

Lexus IS F CCS-R von Ring Racing auf der Essen Motor Show 2017

Lexus IS F CCS-R von Ring Racing auf der Essen Motor Show 2017

Der Lexus IS F CCS-R – die Abkürzung steht für Circuit Club Sport Racer – ist die reinrassige Rennversion des Lexus IS F, der als Serienmodell in einer Liga mit BMW M3 und Co spielt. Das Rennfahrzeug wird von dem seriennahen V8-Sauger mit 5.0 Litern Hubraum (2UR-GSE) angetrieben und leistete in der ersten Version offiziell 423 PS. Später gab es nochmal ein Motorenupdate mit mehr Leistung.

Dadurch, dass viele Karosserieteile aus Carbon gefertigt wurden und der Innenraum natürlich komplett leer geräumt wurde, ist der IS F CCS-R 314 Kilogramm leichter als das Serienmodell (ohne Fahrer/Benzin 1440 kg). Flügel an Front und Heck sorgen für den nötigen Anpressdruck und der geschweißte Überrollkäfig für mehr Sicherheit und Verwindungssteifigkeit.
Eine Hebeanlage mit vier Stempeln, FT3-Sicherheitstank mit 120 Litern Fassungsvermögen und Not-Aus-Schalter, Feuerlöschsystem, Funkanlage usw. gehören zur Standardausstattung des Rennwagens.

Zunächst wurden Fahrzeuge dieses Typs bei dem Pikes Peak International Hillclimb eingesetzt,…

…fanden aber später auch ihren Weg in die VLN bzw. auf die Nordschleife. Dort ist Ring Racing mit dem Lexus IS F CCS-R sehr erfolgreich unterwegs. Schon drei mal wurde das Team aus der Eifel mit japanischer Power Meister in der Klasse SP8, wo nur modifizierte Tourenwagen mit mehr als 4000 ccm antreten.

Technik-Highlights

Lexus IS F CCS-R von Ring Racing (Foto: Roman Schapp/Chronos Racing)

Lexus IS F CCS-R von Ring Racing (Foto: Roman Schapp/Chronos Racing)

Ring Racing besitzt mehrere CCS-R. Das Fahrzeug, welches momentan immer wieder in der VLN zu sehen ist, hat mittlerweile allerdings einen Motor aus dem Lexus RC F unter der Haube. Dieser hat ebenfalls 5.0 Liter Hubraum, leistet Dank zahlreicher Verbesserungen mittlerweile aber um die 480 PS.

Lexus IS F CCS-R von Ring Racing (Foto: Roman Schapp/Chronos Racing)

Lexus IS F CCS-R von Ring Racing (Foto: Roman Schapp/Chronos Racing)

Damit der V8 unter der Haube aus Carbon nicht überhitzt, weist diese große Entlüftungsöffnung auf. Obwohl die CCS-R in dieser Form schon selten genug sind, handelt es sich bei diesem Fahrzeug um ein ganz besonderes: Es ist einer von ca. drei Modellen weltweit, die in der Widebody-Version unterwegs sind, also verbreiterte Kotflügel und entsprechend angepasste Front- und Heckschürzen haben. Vorteil: Man kann bei Bedarf breitere Reifen montieren und die Stabilität erhöht sich dank der breiteren Spur.

Der Lexus IS F CCS-R von Ring Racing ist einer der wenigen Widebody Versionen dieses Rennwagens (Foto: Roman Schapp/Chronos Racing)

Der Lexus IS F CCS-R von Ring Racing ist einer der wenigen Widebody Versionen dieses Rennwagens (Foto: Roman Schapp/Chronos Racing)

Auch interessant ist das Getriebe: An sich handelt es sich um das Seriengetriebe aus dem Straßenmodell. Dieses hat acht Gänge und wird mit Schaltwippen am Lenkrad gesteuert. Da in der VLN nur maximal sieben Gänge erlaubt sind, musste Ring Racing den ersten Gang deaktivieren und nutzt nur die Gänge 2-8. Der Hydraulikdruck wurde leicht erhöht, um kürzere Schaltzeiten zu erreichen. Auf der Rundstrecke geht es schließlich um jedes Zehntel!
Damit das Hydrauliköl während der wilden Hatz durch die grüne Hölle nicht zu heiß wird, verfügt das Getriebe über einen eigenen Ölkühler.

Der Lexus von Ring Racing 2012 in der Boxengasse des Nürburgrings

Der Lexus von Ring Racing 2012 in der Boxengasse des Nürburgrings

Gebremst wird mit einer Sechskolben Anlage von Brembo an der Vorderachse, während die Verzögerung an der Hinterachse weiterhin mit dem Seriensetup realisiert wird. Die Bremsbeläge sind speziell für den Langstreckensport entwickelt worden.
Für optimale Bodenhaftung wurde ein Fahrwerk von Öhlins verbaut, welches speziell auf die Charakteristik der Nordschleife angepasst wurde. Die Felgen sind rundherum 18 Zoll groß und stammen vom japanischen Hersteller Tan-ei-sya. Darauf sind in der Regel Rennreifen von Yokohama montiert.

Die Rundenzeiten dieses Fahrzeugs liegen übrigens bei knapp unter neun Minuten für eine Umrundung der Nordschleife im VLN-Layout.

Der Lexus IS F CCS-R von Ring Racing ist einer der wenigen Widebody Versionen dieses Rennwagens (Foto: Roman Schapp/Chronos Racing)

Der Lexus IS F CCS-R von Ring Racing ist einer der wenigen Widebody Versionen dieses Rennwagens (Foto: Roman Schapp/Chronos Racing)

Im Gegensatz zu vielen anderen Autos heutzutage kommt im IS F CCS-R zum Glück kein Turbo zum Einsatz und der V8 kann seinen Sound fast ungefiltert durch die optimierten Abgasanlage in die Eifel schallen lassen. Ganz eindeutig einer meiner Favoriten im Starterfeld.

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Onboard-Video: Lexus IS F CCS-R

Meine Taxi-Runde über den Flugplatz war selbstverständlich schon sehr cool, aber auf der Nordschleife geht es erwartungsgemäß noch viel heißer her. Hier die Startrunde von VLN7 2016 aus der Perspektive des Lexus-Piloten:

Galerie: Lexus ISF CCS-R von Ring Racing

Übrigens: Dank unserer neuen Freunde von Chronos Racing werden wir im nächsten Jahr ganz bestimmt noch mehr von Ring Racing, Lexus und Co berichten, also bleibt dran und gebt ihnen und uns mal ein Like, wenn euch dieser Beitrag gefallen hat.